Unsere LektorInnen

Am Pfingstsonntag 2024 wurden 3 weitere Lektor:Innen durch Pfr. Andreas Hartig in 
ihr Amt eingeführt:
Isolde Katzmayr, Dr. Marc Laroche, Dr. Erich Kolmhofer
Dr. Bernhard Hofer (ganz links) ist bereits seit 2021 Lektor.

Isolde Katzmayr

Ich habe das Lektor:Innen-Amt mit Dankbarkeit und Freude angenommen. Der Segenswunsch von Pfarrer Hartig  damals zu meinem neuen Amt lautet: „Denn wovon das Herz überfließt, davon spricht der Mund.“ Mt. 12,34

Meine Gottesdienste halte ich gerne in kleinen Teams mit einigen anderen Glaubensgeschwistern, so ist man im Austausch. Ich möchte mit meinen Worten viele Herzen erreichen. Wir leben durch Gottes Zuwendung als seine geliebten Kinder und sind eingeladen, auf diese Liebe zu antworten – so wie wir miteinander umgehen.

Noch immer prägt mich mein Konfirmationsspruch aus Jesaja 40, Vers 31:

„Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ Das gibt Kraft!

Der Versöhnungskirche in Dornach bin ich seit Jahrzehnten verbunden - und einfach sehr gerne evangelisch. So wirkte ich einst bei Familiengottesdiensten und besonders in Kindergottesdiensten mit, bin in der Gemeindevertretung und leite die monatliche Frauenrunde.

Ich  freue mich auf weitere Gottesdienste, die ich gestalten darf und auf  unsere Gemeinschaft, die wir als Feiernde miteinander erleben dürfen.   

 



   Zusammen mit Erich Kolmhofer (links)  oder Marc Laroche (rechts)

Bernhard Hofer

Lektor zu sein bedeutet für mich, einen Dienst zu übernehmen, der Vertrauen voraussetzt und Demut verlangt. Im Gottesdienst Worte aus der Heiligen Schrift zu lesen und auszulegen heißt, Verantwortung zu tragen – für das, was gesagt wird, ebenso wie für das, was unausgesprochen mitschwingt. Deshalb verstehe ich mein Lektorenamt nicht als etwas, das ich aus mir selbst heraus „gut“ oder „richtig“ mache, sondern als einen Dienst, bei dem ich mich immer wieder bewusst an Jesus Christus halte und an ihm orientiere – dem Herrn unserer Kirche.

Ich versuche, diesen Dienst achtsam und mit wachem Herzen auszuüben: im Hören auf das Evangelium, im Blick auf die Gemeinde und im ehrlichen Umgang mit mir selbst. Denn für mich lebt Verkündigung nicht davon, besonders überzeugend zu klingen, sondern davon, ehrlich zu sein. Sie wächst daraus, dass ich mich immer wieder frage, ob das, was ich weitergebe, auch mein eigenes Hören, Fragen und Suchen einschließt.

Glauben heißt für mich nicht, „fertig“ zu sein, sondern auf dem Weg zu bleiben. Dazu gehören Fehler, Zweifel und auch das eigene Straucheln – im Vertrauen darauf, dass Gott mich nicht fallen lässt, sondern vergibt, aufrichtet und neu Orientierung schenkt. Diese Erfahrung weiterzugeben ist mir in meinem Dienst besonders wichtig.

Als Lektor möchte ich mitarbeiten, dass Kirche in Verkündigung und Leben auf dem Grund des Evangeliums gebaut wird – so, wie es uns in der Heiligen Schrift des Alten und Neuen Testaments gegeben und in den Bekenntnisschriften der Evangelischen Kirche A.B. bezeugt ist. Diese Verwurzelung gibt Halt und zugleich Weite: Sie schützt vor Beliebigkeit und eröffnet Raum für einen lebendigen Glauben.

Zwei Bibelverse begleiten mich dabei seit vielen Jahren. Der eine spricht von der Liebe Gottes zur Welt: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Der andere ist mein Konfirmationsspruch: „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe zueinander habt.“

In diesen beiden Worten finde ich Auftrag und Maßstab meines Glaubens – und meines Dienstes.

Als Lektor möchte ich dazu beitragen, dass die Gemeinde in allem wachse an dem, der das Haupt ist: Christus. Dafür bitte ich um Begleitung, um Gebet und um das gemeinsame Unterwegssein. Denn Kirche lebt davon, dass wir einander tragen – im Vertrauen darauf, dass Gott selbst das Werk vollendet, an dem wir mitwirken dürfen.